(16.7.2026) Der Expertenkreis Club of Rome, der 1972 erstmals in der Schrift "Die Grenzen des Wachstums" auf heute real gewordene Zukunftsprobleme hingewiesen hat, fürchtet nun eine neue Ernährungskrise, die alle betreffen könnte. Klimawandel, Corona-Pandemie, Ukrainekrieg, Blockaden in der Straße von Hormus – multiple Krisen setzen das weltweite Ernährungssystem schwer unter Druck. Der Club of Rome warnt, dass hinter Pandemie und Kriegen eine neue, globale Ernährungskrise droht, „mit potenziell weitreichenderen Folgen als beide“.
(16.7.2026) Die Sommer werden heißer. Doch nicht jede Hitzewelle bedeutet automatisch Gefahr für den Wald. Entscheidend ist oft etwas anderes: Wasser. Denn viele Baumarten können erstaunlich gut mit hohen Temperaturen umgehen – solange ihre Wurzeln noch ausreichend Feuchtigkeit im Boden finden. Problematisch wird es dort, wo Hitze und Trockenheit zusammenkommen. Genau dieser Zusammenhang beschäftigt derzeit die Forschung. Eine aktuelle Studie der WSL und der École polytechnique fédérale de Lausanne zeigt nun genauer, warum Bäume unter anhaltender Dürre buchstäblich „überhitzen“ können.
(16.7.2026) Städte und Gemeinden treiben den Torfausstieg im kommunalen Garten- und Landschaftsbau weiter voran. Mehr als jede zweite Kommune (56 %) verwendet inzwischen keine torfhaltigen Erden oder Substrate mehr – drei Jahre zuvor lag dieser Anteil noch bei 46 %. Gleichzeitig ist das Bewusstsein für die Klimawirkung von Torf weiter gestiegen: 86 % der Befragten bewerten Torf als klimaschädlich und 91 % halten torffreie Alternativen für wichtig oder sehr wichtig. Das zeigt die repräsentative Befragung „Torfminderung in Kommunen 2026", die die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) im Auftrag des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) durchgeführt hat.
(16.7.2026) SIm Waldboden bei Bath in England testet das Start-up Bactery eine besondere Energiequelle. Brennstoffzellen nutzen Elektronen aus Bodenmikroben, um Sensoren in der Landwirtschaft dauerhaft mit Strom zu versorgen.
(16.7.2026) Wie lassen sich Städte gleichzeitig besser vor Starkregen schützen und klimafreundlich mit Wärme versorgen? Mit dieser Frage beschäftigt sich das neue Forschungsprojekt „GeoSchwamm“. Das Projekt untersucht, wie Anlagen zur Versickerung von Regenwasser mit oberflächennaher Geothermie kombiniert werden können.
(15.7.2026) „Mit unserer Waldstrategie Baden-Württemberg 2050 haben wir einen zentralen, koordinierten Handlungsrahmen, um unsere Wälder angesichts des Klimawandels, des Artenverlustes und wachsender gesellschaftlicher Nutzungsansprüche zukunftsfähig zu steuern. Mit aktiver Waldbewirtschaftung fördern wir die Multifunktionalität und die Widerstandsfähigkeit unserer Wälder. Wir bauen klimaresiliente Laubmischwälder auf und sorgen für den Erhalt der Artenvielfalt im Wald. Gleichzeitig berücksichtigt die Waldstrategie die gesellschaftlichen Bedürfnisse und die soziale Bedeutung der Wälder, die nicht nur Erholung bieten, sondern auch zur Identität und Kultur im Land beitragen“, sagte die Ministerin für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat, Marion Gentges MdL, am Mittwoch (15. Juli) in Hinblick auf den aktuellen Stand der Waldstrategie 2050 des Landes Baden-Württemberg. (Das hier genannte WALDPORTAL finden Sie in der WALDBIBLIOTHEK unter GEO-INFORMATIONEN)
(15.7.2026) Mit dem Sechsten PEFC-Forum hat PEFC Deutschland einen Meilenstein der laufenden Revision seiner Waldstandards erreicht. Rund 75 Vertreterinnen und Vertreter aus Forstwirtschaft, Waldbesitz, Wissenschaft, Naturschutz und weiteren Interessengruppen diskutierten am 7. Juli 2026 im Juliusspital Würzburg die bisherigen Ergebnisse der Standardrevision und brachten zusätzliche Anregungen für die Weiterentwicklung ein. Jetzt startet die 60-tägige öffentliche Kommentierungsphase. (Weitere Infos zum Thema Zertifizierung in der WALDBIBLIOTHEK unter ZERTIFIZIERUNG)
(14.7.2026) Durch den Krieg im Iran sind die Nadelschnittholzexporte in den arabischen Raum und Nordafrika fast komplett zum Erliegen gekommen, der Export auf den amerikanischen Markt läuft ebenfalls schlecht. Gleichzeitig kommen größere Mengen Schnittholz aus dem skandinavischen Raum auf den deutschen und innereuropäischen Markt. Insgesamt steht ein zu hohes Schnittholzangebot einer mäßigen Nachfrage gegenüber. Viele Sägewerke haben darauf mit einer Rücknahme des Einschnitts reagiert.
(16.7.2026) Deutschland verliert seine natürliche Klimaanlage: Der vom ECONICS INSTITUTE gemeinsam mit dem NABU vorgestellte ECONICS-Grün-Feucht-Kühl-Index (GFKI) 2026 zeigt bundesweit, wo die Ökosysteme besonders leistungsfähig sind und wo sie dringend der Wiederherstellung bedürfen. Der GFKI bildet die Spätsommergrünheit, den Jahresniederschlag und die Oberflächentemperaturen an heißen Tagen ab. Der erstmals berechnete Fünfjahrestrend von 2021 bis 2025 alarmiert: Viele Ökosysteme büßen ihre Arbeitsfähigkeit ein.
(16.7.2026) Die Holzvorratskarte der FVA Baden-Württemberg liefert erstmals flächendeckende, regelmäßig aktualisierte Informationen zum Holzvorrat aller Waldflächen. Erfahren Sie, wie die Karte entsteht, wie zuverlässig sie ist und wie sie die forstliche Planung in der Praxis unterstützt.
(16.7.2026) 2 kW Leistung bei nur 5,99 kg: Mit der MSA 260 C-O bringt Stihl eine neue Akku-Motorsäge für professionelle Forstarbeiten auf den Markt.
(16.7.2026) Die Stickstoffverschmutzung aus der Landwirtschaft kostet die europäische Gesellschaft jährlich bis zu 182 Milliarden Euro, sagt die EU-Kommission. Was sie zur Verbesserung vorschlägt.
(15.7.2026) Regen bremst Solaranlagen normalerweise aus. Ein Forscherteam aus Spanien hat jetzt eine Beschichtung entwickelt, die genau daraus einen Vorteil macht: Sie schützt Solarzellen vor der Witterung und erzeugt gleichzeitig Strom aus auftreffenden Regentropfen.
(15.7.2026) Häufiger auftretende Wetterextreme mit andauernder Trockenheit führen in Deutschland zu langanhaltenden niedrigen Wasserständen in Flüssen und beim Grundwasser. Mehr Druck auf die Wassernutzung ist die Folge. Um einen zuverlässigen Überblick über die aktuelle Niedrigwassersituation in ganz Deutschland zu erhalten, hat Bundesumweltminister Carsten Schneider heute gemeinsam mit dem Präsidenten der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG), Dirk Schwardmann, und der Umweltbürgermeisterin von Würzburg, Dr. Sandra Vorlová, das Niedrigwasserinformationssystem, kurz: NIWIS, gestartet. (Den direkten Link zur Webseite finden Sie jederzeit in der WALDBIBLIOTHEK unter GEO-INFORMATIONEN)
(14.7.2026) Die Fällung von Bäumen ist eine der gefährlichsten Tätigkeiten im Wald. Die SVLFG gibt Tipps zur richtigen Baumbeurteilung. (Weitere Infos zum Thema Arbeitssicherheit in der WALDBIBLIOTHEK unter ARBEITSSICHERHEIT)
(14.7.2026) Mit der Hitzewelle tauchen mancherorts massiv Eichen-Netzwanzen auf. Dass sich die aus Nordamerika stammenden invasiven Schädlinge hierzulande vehement ansiedeln, sei neu, sagte der Direktor des Karlsruher Naturkundemuseums, Martin Husemann, der Deutschen Presse-Agentur. «Ich denke, dass sie sich schnell über Deutschland ausbreiten.» Die ohnehin schon durch die Trockenheit geschwächten Eichen würden durch den Wanzenbefall zusätzlich geschwächt, erklärte Husemann. «Was das für Auswirkungen hat, kann man noch nicht so richtig einschätzen.» (Weitere Infos zum Thema Waldschutz in der WALDBIBLIOTHEK unter WALDSCHUTZ/Invasive Arten)
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